Betreff
Spielplatz-Aufwertung und Schaffung innerörtlicher Spielflächen - Sachstand und Vorstellung Spielfläche "Knüllgasse"
Vorlage
SCHÖN/BV/708/2021
Art
Beschlussvorlage

Sachverhalt:

 

Im Rahmen der Sanierung bzw. Attraktiverung der gemeindlichen Bolz- und Spielplätze wurde eine Spielplatzbedarfsanalyse erstellt und im Herbst 2019 vorgestellt, in dem die Bedarfe und der Sanierungsaufwand dieser damals 21 Spielflächen dargestellt wurde. In der abschließenden Zusammenfassung des Landschaftsplanungsbüros Haberkorn erfolgte in einer Tabelle auch eine Priorisierung. Hier stehen an oberster Stelle die beiden Spielplätze um das alte Neubaugebiet Strandstraße, der Spielplatz Ketelshufe und der Spielplatz Feldstraße. Hierzu heißt es in der Spielplatzbedarfsanalyse: „Wichtigster Indikator ist zunächst das Quartier mit dem höchsten Spielflächenbedarf wie z.B. das Quartier XVII. In diesem Quartier ist u.a. die Altersstruktur so aufgebaut, dass es einen hohen Anteil an Nutzern für Kinderspielplätze im Alter von 6 bis 12 Jahren gibt, auch noch in den kommenden Jahren. Der Nutzungsdruck ist deshalb hoch und sollte von der Gemeinde gedeckt werden. Um zu ermitteln welcher Spielplatz als erstes saniert oder überplant werden soll, wird also erst der Spielflächenbedarf des Quartiers betrachtet und danach die Ergebnisse der Spielraumqualitäten.“

 

Als besondere Herausforderung für das weitere Vorgehen kam hinzu, dass durch die notwendige Erweiterung des Feuerwehrhauses der Spielplatz am Stakendorfer Tor aufgeben werden musste. Die abzubauenden Spielgeräte wurden 2020 auf andere Spielplätze verteilt, bei denen ein Platzangebot oder ein Spielgerätebedarf bestand. Gleichzeitig wurde beschlossen, in näherer Umgebung des aufgegebenen Spielplatzes alternative Spielflächen zu schaffen und die Spielplätze Damm sowie Feldstraße aufzuwerten. Für die alternativen Spielflächen wurden im Ausschuss drei Flächen um das Kulturhaus „Alte Apotheke“ identifiziert bzw. benannt. Für den Aufbau dreier neuer „Highlight-Spielgeräte“ erfolgte im September 2020 eine Kinder- und Jugendbeteiligung unter Beteiligung des Kinder- und Jugendhauses, des Familienzentrums und des Bürgermeisters und an allen drei Standorten, deren Ergebnis auch schon im Ausschuss vorgestellt wurde.

 

Um den Anteil der gemeindlichen Haushaltsmittel zu reduzieren, wurden vom Bürgermeister auch Anträge an die Aktivregion gestellt und (nach erfolgter Ausschreibung) für die Detailplanung und spätere Umsetzung der Landschaftsplaner Muhs beauftragt. Da eine vorzeitiger Maßnahmebeginn nicht möglich war, musste die Erstellung des finalen Förderbescheids durch das LLUR abgewartet werden – dieser Bescheid liegt nun seit wenigen Tagen vor. Für die drei Maßnahmen am Spielplatz Feldstraße, dem Spielplatz Damm und der derzeit noch gepflasterten Fläche vor der Alten Apotheke in der Knüllgasse erhält die Gemeinde Schönberg die Maximalförderung in Höhe von 50.000 Euro. Die Gesamtkosten der drei Maßnahmen liegen bei 133.149,40 Euro. Eine Umsetzung der Maßnahmen soll (nach entsprechender Beauftragung) umgehend erfolgen.

 

Als weitere Maßnahme soll auch das Highlight-Spielgerät in der Ketelshufe eine Förderung erhalten. Von den Kosten in Höhe von rund 20.000 Euro sollen 80 Prozent der Kosten aus Mitteln der Aktivregion gefördert werden. Die Maßnahme befindet sich derzeit schon in der Umsetzung und soll bis zum Ende Oktober fertiggestellt werden.

 

Entsprechende Haushaltsmittel für alle vier Maßnahmen stehen zur Verfügung. Ebenso wurden bereits im Sommer an den Bolzplätzen Damm und Rauher Berg auch schon die maroden Ballfangzäune komplett erneuert. Die Kosten für die Umgestaltung des Trafohäuschens in der Knüllgasse bei der Alten Apotheke wurden komplett von der SH Netz AG getragen.

 

Beschlussvorschlag:

 

Der Bürgermeister wird gebeten im Rahmen der Haushaltsmittel nach erfolgter Ausschreibung der Umsetzung der Spielflächengestaltung an den Standorten Knüllgasse, Feldstraße und Damm diese dann auch zu Beauftragen, um weitere Verzögerungen bei der Umsetzung zu vermeiden.