TOP Ö 9: Information zum Stand der Planungen Breitbandversorgung im Gemeindegebiet; Vorstellung der Planungsunterlagen

Der Vorsitzende übergibt das Wort an Herrn Frank Fassmann vom Amt Probstei. Dieser

stellt sich und seine Aufgabenstellung bei der Breitbandeinführung im Verbandsgebiet des

Breitbandzweckverbandes kurz vor. Nach dieser Einleitung erläutert Herr Fassmann den derzeitigen Stand des Verfahrens. Am 31.08.2020 werden die Tiefbauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Aufgrund des Volumens der Arbeiten muss dies EU-weit erfolgen. Er erklärt, dass die Tiefbauarbeiten in 2 Losen ausgeschrieben werden. Geographische Grenze für diese Teillose ist die Bahnlinie Kiel – Schönberg. Einerseits liegt dies daran, dass die Gemeinde Probsteierhagen kein Mitglied des Breitbandzwecksverbandes Probstei ist, sondern für sich eine eigene Lösung gefunden hat, andererseits will man den entstehenden bürokratischen Aufwand vermeiden, der entsteht, wenn man eine Bahntrasse mit einer Leitung queren will. Prasdorf bildet mit dem Gemeindegebiet einen Teil der südlichen Grenze des 1. Teilloses. Im Anschluss erläutert Herr Fassmann die diversen Vorarbeiten, die der Zweckverband bislang geleistet hat (Anträge auf Fördermittel, Gespräche mit Planungsbüros und dergleichen mehr). Er drückt die Hoffnung aus, dass bei Vorlage eines entsprechenden Angebots die ersten Bagger in ca. acht Wochen rollen könnten. Die Bauweise soll „klassisch“ erfolgen, d. h. Verlegung der Glasfaserkabel in Tiefbauweise in ca. 60 bis 65 Zentimeter Tiefe. Der ambitionierte Zeitplan des Zweckverbandes sieht eine Versorgung des gesamten Verbandsgebietes bis Ende 2021 vor. Diese Planung wird insbesondere durch die zeitlich befristete Bewilligung der Fördermittel vorgegeben, die in 2022 ausläuft.

Nach dieser Einleitung wirft Herr Fassmann per Beamer die verschiedenen vom Planungs-

büro vorgesehenen Trassen der Leitungen an die Wand. Bürgermeister Gnauck ergänzt,

dass er im Vorfeld zusammen mit Herrn Fassmann die Standorte für die insgesamt vier

benötigten Verteilerkästen in der Gemeinde Prasdorf abgestimmt habe. Es ist vorgesehen, einen Kasten am Regenrückhaltebecken an der Einmündung „Söhren“ in die „Dorfstraße“ zu installieren. Dort steht bereits ein Kasten der SH Netz AG. Ein weiterer (doppelter) Verteilerkasten ist am Standort in der „Dorfstraße“ gegenüber des „Bötengangs“ vorgesehen. Auch dort steht bereits ein Kasten der SH Netz AG. Für den dritten Verteilerkasten ist der Standort am Alten Spritzenhaus geplant. Herr Fassmann erläutert im Anschluss den vorgesehen Bau. Vereinfacht gesagt kommt

das Internet in Laboe am dortigen Kreisel vor der Ortseinfahrt an. Die Leitung wird dann in Richtung Stein verlegt. Von dort geht eine Abzweigung nach Lutterbek. Die „Haupttrasse“

wird dann nach Barsbek geführt und von dort weiter nach Wisch gebaut. Von Barsbek wird die Leitung nach Prasdorf führen und von dort quasi in einem Ring wieder nach Lutterbek weitergebaut. Anhand diverser Karten, die das Prasdorfer Ortsgebiet abbilden, erläutert Herr Fassmann dann den Verlauf der Leitungen im Dorfgebiet selbst. Dabei wird man überwiegend innerhalb der Gehwege die Verlegung vornehmen. Die Ausschussmitglieder nehmen die Ausführungen zur Kenntnis und geben Herrn  Fassmann diverse Verbesserungsvorschläge mit. Insbesondere hat das in München befindliche Planungsbüro in manchen Straßen offensichtlich die Straßenseiten verwechselt. Dies muss an manchen Stellen nachgebessert werden. Herr Fassmann notiert sich die angegebenen Stellen. In den Plänen sind zwar die einzelnen Hausanschlussleitungen bereits eingezeichnet. Den tatsächlichen Verlauf auf dem jeweiligen Grundstück wird die ausführende Tiefbaufirma aber noch mit jeder / jedem Grundstückseigentümer*in genau abstimmen und dokumentieren. Insgesamt zeigen sich die Ausschussmitglieder mit den Planungen zufrieden. Herr Fassmann erläutert, dass die mitgeteilten Änderungen für den Trassenverlauf in eine endgültige so genannte Genehmigungsplanung einfließen, die das Planungsbüro noch erstellt und die von der Gemeindevertretung beschlossen werden muss. Der Vorsitzende wird die Planungsunterlagen in digitaler Form an die Ausschussmitglieder weiterleiten und bittet sie, die Planungen noch einmal in aller Ruhe durchzusehen und Auffälligkeiten oder Änderungsvorschläge an ihn oder an den Bürgermeister zu schicken. Diese werden dann an Herrn Fassmann weitergeleitet, der diese dem Planungsbüro mitteilt. Als Erledigungstermin für die Durchsicht wird der 04.09.2020 vereinbart. Der Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Fassmann für den Vortrag und die bisher

geleisteten Vorarbeiten.