TOP Ö 6: 14. Änderung des F-Planes für das Gebiet "beidseitig des Wulfsdorfer Weges (K31) am Ortsausgang Probsteierhagen, südlich der Schule und der Straßen Kellerrehm und Dabeler Ring" und des B-Planes Nr. 13 für das Gebiet "beidseitig des Wulfsdorfer Weges(K 31) am Ortsausgang Probsteierhagen und südlich der Schule und der Bebauung Seeblick"; Situation nach dem Beschluss der Gemeindevertretung vom 15.12.2016

Bürgermeister Pfeiffer informiert, dass er die Eigentümer der letzten fünf Flächen für eine mögliche innerörtliche Bebauung aufgesucht hat. Keiner der Eigentümer ist bereit diese Flächen zur Verfügung zu stellen.

 

Das geplante Baugebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet „Dobersdorfer See, Passader See mit dem Oberlauf der Hagener Au, Kasseteiche und Umgebung“. Vordringlich für die Planung ist die Entlassung aus dem Landschaftsschutz. Die Gemeindevertretung erteilt den Planungsauftrag für die naturschutzfachlichen Leistungen an das Planungsbüro Bioplan, Frau Dr. Schumann.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Plön hat bereits eine Entlassung der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet signalisiert, wenn zur Hagener Au ein Schutzstreifen von 80 bis 100m Breite eingehalten wird. Der Umweltbeirat hält einen breiteren Streifen für notwendig. Der bisherige Ruheschutz zur Hagener Au muss erhalten bleiben.

Die Bachschlucht  zwischen dem Schulteich und der Hagener Au gehört zusammen mit der Hagener Au zum FFH Gebiet 1627-321 und bedarf wie diese eines besonderen Schutzes und muss daher in den  Schutzstreifen einbezogen werden.

 

Dem Umweltberat erscheint eine extensive Beweidung der Fläche die beste Lösung. Durch das Weidevieh und einen dichten Knick als Einzäunung ließe sich am besten verhindern, dass Menschen vom Neubaugebiet über die Fläche zur Au gelangen. Der vormalige Pächter hat die Fläche als Mähwiese genutzt und  kann sich eine wirtschaftliche Beweidung der Streifen nicht vorstellen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Beweidung gar nicht wirtschaftlich sein muss, sondern den Zielen der Eingriffsregelung dient.

Es wird auch eine Erweiterung der Waldfläche erörtert. Diese Möglichkeit würde aber den ungehinderten Zutritt zum Talraum und damit Störungen ermöglichen. Zudem   sollte der bisherige Offenlandbiotop  nach Möglichkeit erhalten bleiben.